Hintergründe

Die Erkenntnis, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Gestaltung von Arbeitsplätzen und der Effektivität sowie der Produktivität der dort Tätigen gibt, ist mittlerweile unbestritten. Viele Arbeitgeber vor allem in den hoch industrialisierten Staaten legen inzwischen einen großen Wert auf die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen. Dabei spielt die Gesunderhaltung der Beschäftigten eine ebenso große Rolle, wie deren Wohlbefinden.

Neben dem Gesundheitsaspekt hat sich in den letzten Jahren auch gezeigt, dass Einflussfaktoren wie Farb- und Formgestaltung sowie die bewusste Anordnung von Gegenständen an Arbeitsplätzen ebenfalls die Leistung von Menschen unmittelbar beeinflussen. Zudem haben Untersuchungen aus dem Bereich der Kommunikationswissenschaften nachgewiesen, dass Einflüsse auf die sinnliche Wahrnehmung in einem unmittelbaren Zusammenhang mit erzielten Leistungen stehen. Dies gilt für das Umfeld im häuslichen Wohnbereich ebenso wie für  Arbeitsplätze, an denen man einen großen Teil seiner Zeit verbringt. In der Schule sind die Arbeitsplätze u.a. die Klassenräume, in denen Schüler und Schülerinnen einen großen Teil ihrer Zeit verbringen. Ein Grundschüler verbringt in Niedersachsen beispielsweise rund 3.500 Unterrichtsstunden am Arbeitsplatz „Klassenraum“. Lehrkräfte verbringen in ihrem Berufsleben einen noch weitaus größeren Teil ihrer Arbeitszeit in Unterrichtsräumen. Dass dies Auswirkungen haben muss, erscheint offensichtlich.

Nach den für die Bundesrepublik insgesamt eher unerfreulichen Ergebnissen der PISA-Studien sind viele Faktoren und Bereiche von Schule ins Blickfeld des Interesses geraten. Für alle, die mit Schule zu tun haben, sind die Anstrengungen, die unternommen werden, um hier langfristig bessere Ergebnisse zu erzielen, inzwischen deutlich spürbar. Die Qualität von Schule und Unterricht zu untersuchen und zu steigern, ist das Ziel vielfältiger Bemühungen im Kultusbereich. Die Einrichtung von Schulinspektionen, das Erstellen von Bildungsstandards sowie die Erarbeitung neuer Kerncurricular stellen nur einen Teil der derzeitigen Bemühungen dar, um in internationalen Vergleichen wieder eine Spitzenposition zu erreichen.

                                                
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